„Sternstunden pianistischer Gestaltung – ein Künstler und Musiker, dem ich zujubeln muß“

 

„Meine Freunde, die Pianisten, bilden ein kurioses Völkchen“ sagt  die Musik- und Kulturkritikerlegende Klaus Geitel (Die Welt 2001). Es kommt quasi einem musikalischen Ritterschlag gleich, wenn er auf einen Künstler aufmerksam wird und sich so begeistert über dessen Kunst äußert: „Sensibelst auf den Klang, den inneren Gehalt lauschend“ sagt er über den Pianisten Ingo Dannhorn, als er ihn bei einem seiner großen Wettbewerbserfolge in Australien, beim Sydney International Piano Competition, spielen hörte. Ingo Dannhorn brilliert durch höchstes Feinfühligkeit und perfektes künstlerisches Handwerk und „schlägt sich mit höchstem Fingerspitzengefühl seinen Privatweg durchs Repertoire“, so Geitel. „Der höchsten Aufmerksamkeit wert…“ bezeichnet er ihn und stellt ihn in eine Reihe mit Markus Groh, Lars Vogt und Jan Gottlieb Jiracek.

 

Als Preisträger des international renommierten Beethoven-Wettbewerbs in Wien, des Sydney International Piano Competition sowie der internationalen Klavierwettbewerbe in Salzburg, Wien, Senigallia und Ettlingen liegt Ingo Dannhorns Schwerpunkt auf der klassisch-romantischen Literatur, vor allem auf Bach, Mozart, Beethoven und Brahms. Aber auch zeitgenössische Werke von Moritz Eggert oder Luciano Berío stehen auf seinem Programm, sowie Kammermusik und Lied.

 

Gerhard Oppitz zählt ihn zu den „bemerkenswertesten Pianisten seiner Generation, mit fabelhaften manuellen Fähigkeiten und einer idealen Kombination aus Intelligenz und ausgeprägter Sensibilität für klangliche Valeurs.“

 

Schon früh erhält Ingo Dannhorn Klavierunterricht, bevor er von Prof. Anton Czjzek, dem langjährigen Schüler des legendären Pädagogen Bruno Seidlhofer, entdeckt und sofort in dessen Hochbegabtenklasse am Salzburger Mozarteum aufgenommen wird. Seinen ersten öffentlichen Soloklavierabend gibt er mit zwölf. Sein Studium an der Hochschule für Musik in München bei Margarita Höhenrieder schließt er einstimmig „mit Auszeichnung“ ab, es folgen Meisterklassen bei Gerhard Oppitz, Noël Flores und Gitti Pirner. Vertiefende Inspiration holt er sich durch zahlreiche Meisterkurse u.a. bei Bruno Leonardo Gelber, Peter Lang, Tatjana Nikolajewa, Dieter Zechlin, Jacob Lateiner, Elza Kolodin, Karl-Heinz Kämmerling, Aquiles Delle-Vigne und Rudolf Kehrer.

 

Ingo Dannhorn konzertierte in berühmten Sälen wie dem Münchner Herkulessaal, dem Großen Saal des Musikvereins Wien, im Seoul Arts Center der Eremitage St. Petersburg, der Philharmonie München und  in Musikzentren wie Brüssel, Venedig, Santiago de Chile, Sydney, Wien, Zürich oder Salzburg. Kurt Eichhorn arbeitete mit ihm, Dennis Russel Davies dirigierte sein Beethoven-Konzert im Großen Saal des Musikvereins, Kurt Masur verneigte sich vor seiner musikalischen Laudatio. Zahlreiche Liederabende und Kammermusikkonzerte erweitern Ingo Dannhorns musikalische Vita: als Liedpianist u.a. für Francisco Araiza, Elisabeth Scholl, Kieth Engen und Jose Cura sowie als Kammermusikpartner u.a. mit Christian Altenburger und Maxim Vengerov. Das breite Spektrum seiner Aktivitäten ist in Produktionen, Konzertmitschnitten und Einspielungen dokumentiert.

 

Neben seiner Konzerttätigkeit lehrte Ingo Dannhorn an den Hochschulen in München, Bremen, Augsburg, Wiesbaden. Derzeit unterrichtet er an der renommierten Yonsei Universität in Seoul.