„Meine Freunde, die Pianisten, bilden ein kurioses Völkchen“ sagt die Musik- und Kulturkritikerlegende Klaus Geitel.

Es kommt quasi einem musikalischen Ritterschlag gleich, wenn er auf einen Künstler aufmerksam wird: „Sensibelst auf den Klang, den inneren Gehalt lauschend“ sagt er über den Pianisten Ingo Dannhorn, als er ihn bei einem seiner großen Wettbewerbserfolge in Australien, beim Sydney International Piano Competition, spielen hörte - zu dessen Preisträgern sich Ingo Dannhorn seitdem zählen darf.
Schon früh erhält Ingo Dannhorn Klavierunterricht, bevor er von Prof. Anton Czjzek, einem Schüler des legendären Pädagogen Bruno Seidlhofer, entdeckt und sofort in dessen Hochbegabtenklasse am Salzburger Mozarteum aufgenommen wird. Seinen ersten öffentlichen Soloklavierabend gibt er mit zwölf. Sein Studium an der Hochschule für Musik in München bei Margarita Höhenrieder schließt er einstimmig „mit Auszeichnung“ ab, es folgen Meisterklassen bei Gerhard Oppitz, Noël Flores und Gitti Pirner. Vertiefende Inspiration holt er sich durch zahlreiche Meisterkurse u.a. bei Bruno Leonardo Gelber, Peter Lang, Tatjana Nikolajewa, Dieter Zechlin, Jacob Lateiner, Elza Kolodin, Karl-Heinz Kämmerling, Aquiles Delle-Vigne und Rudolf Kehrer.
Ingo Dannhorn konzertierte in Musikzentren und berühmten Sälen wie dem Münchner Herkulessaal, dem Großen Saal des Musikvereins Wien, im Seoul Opera House oder der Eremitage St. Petersburg. Als Preisträger des international renommierten Beethoven-Wettbewerbs in Wien, des Sydney International Piano Competition sowie der internationalen Klavierwettbewerbe in Salzburg, Wien, Senigallia und Ettlingen liegt Ingo Dannhorns Schwerpunkt deutlich auf klassischer Literatur, vor allem auf Mozart und Beethoven. Aber auch zeitgenössische Werke von Moritz Eggert oder Luciano Berío stehen auf seinem Programm, sowie Kammermusik und Lied.
Neben seiner Konzerttätigkeit unterrichtete Ingo Dannhorn an den Hochschulen in München, Bremen, Augsburg und Wiesbaden. Aktuell lehrt er an der berühmten Yonsei University in Seoul.
Gerhard Oppitz zählt ihn zu den „bemerkenswertesten Pianisten seiner Generation, mit fabelhaften manuellen Fähigkeiten und einer idealen Kombination aus Intelligenz und ausgeprägter Sensibilität für klangliche Valeurs.“
Es ist genau diese Kunst, die Klaus Geitel an Ingo Dannhorn in Australien bereits erkannt und entsprechend gewürdigt hat. Das, was für Ingo Dannhorn charakteristisch ist: Er brilliert durch höchste Feinfühligkeit und perfektes künstlerisches Handwerk. Oder anders ausgedrückt, Klaus Geitel zitierend: „(…) Ingo Dannhorn schlägt sich mit höchstem Fingerspitzengefühl seinen Weg durchs Repertoire.“ Und er verleiht ihm damit den Ritterschlag „(…) der höchsten Aufmerksamkeit wert.“